CCCP RAP
Redaktion · 03.10.2026

Kasachstan hören: Sessions, Clips und eigene Erzählweisen

Originalvideo · YouTube
Musikfund · CCCP RAP

Eine Szene beginnt bei konkreter Musik

Kasachstan lässt sich musikalisch nicht auf eine Flagge oder eine einzige Sprache reduzieren. Ein guter Einstieg verbindet unterschiedliche Formate und lässt die Artists selbst zu Wort kommen. Für diesen Hörweg wählen wir drei belegte Stationen: eine Session mit Kislo-Sladkiy und marc drell, ein Artist-Interview mit ZATON und den Clip „MVP“ von Irina Kairatovna. Die Veröffentlichungen stammen aus unterschiedlichen Jahren. Gemeinsam zeigen sie verschiedene Zugänge zur Musik; sie bilden keine vollständige Geschichte des kasachischen Rap.

Sessions: Den Vortrag in den Mittelpunkt rücken

Red Bull 64 Bars setzt einen klaren Rahmen: 64 Zeilen ohne Refrain. Die kasachische Folge mit Kislo-Sladkiy und marc drell wurde 2023 durch ein gemeinsames Interview ergänzt. Für neue Hörer liegt der Reiz in der Konzentration. Achte auf Stimme, Rhythmus und die Arbeit des Produzenten. Vergleiche anschließend weitere Folgen, statt aus einem einzigen Auftritt einen landesweiten Sound abzuleiten. Ein gleiches Format erleichtert den Vergleich; die musikalischen Entscheidungen bleiben individuell.

ZATON: Der Alltag als Ausgangspunkt

Red Bull veröffentlichte am 12. März 2026 einen Beitrag zu ZATON und seiner Teilnahme an der Reihe. Im Interview beschreibt der Artist, wie Musik vom Hobby zu einem zentralen Teil seines Alltags wurde. Als Inspiration nennt er unterschiedliche Stimmungen, Menschen und Ereignisse. Das bietet eine zweite Perspektive auf die Session-Kultur: Hinter dem kompakten Auftritt steht eine eigene Arbeitsweise. Der Beitrag lässt sich als aktuelle Archivstation öffnen und führt von einer Performance zur Selbstbeschreibung des Artists.

Irina Kairatovna: Vom Sketch zur Musik

Eine andere Station ist „MVP“, ein Clip von Irina Kairatovna aus dem Jahr 2021. The Flow beschreibt die Gruppe als Projekt aus Almaty, das mit Sketchen und einem erfolgreichen YouTube-Format begann und anschließend auch mit Musik ein Publikum fand. „MVP“ gehört laut der Quelle zum Debütalbum „13 выпуск“. Die Redaktion ordnet die Bildsprache über Filmreferenzen und gesellschaftliche Themen ein. Für den eigenen Einstieg lohnt sich deshalb ein zweiter Durchgang: einmal der Musik folgen, anschließend bewusst auf die Erzählung der Bilder achten.

Ein Hörweg statt eines Etiketts

Beginne mit der Session, gehe zum ZATON-Interview und öffne danach „MVP“ über die verlinkte Quelle. Notiere, was dich jeweils weiterführt: Vortrag, Produktion, visuelle Geschichte oder die Perspektive eines Artists. Eine russischsprachige Veröffentlichung ist dabei kein automatischer Beleg für eine russische Herkunft. Umgekehrt beschreibt ein kasachischer Wirkungsort nicht alle Sprachen einer Diskografie. CCCP RAP verbindet diese Stationen mit den Artist-Dossiers, damit konkrete Entdeckungen über die Länderübersicht hinaus auffindbar bleiben.

Die nächste Station

Im deutschsprachigen Bereich lässt sich dieser Weg um Jaschka und Adez mit „Kasachstan“ erweitern. Der Beitrag dort betrachtet eine andere musikalische Verbindung und besitzt einen eigenen Szenenbeleg. Beide Hörwege dürfen nebeneinander stehen: die lokale Produktion in Kasachstan und ein Projekt mit Bezug im deutschsprachigen Raum. Neue belegte Sessions, Interviews und Releases ergänzen diese Übersicht, ohne ältere Fundstellen umzudatieren.

Quellen und weiterhören

CCCP RAP Redaktion · Quellen geprüft am 3. Oktober 2026. Historische Veröffentlichungen sind im Text ausdrücklich datiert.

← Zurück zum Magazin